Windige Geschäfte - Informationen über juwi

Foto: DAPD, Die Welt

Die Firma juwi, aus dem rheinland-pfälzischen Wörrstadt, ist als Projektierer in die Planungen der beiden Windkraftanlagen in Roßdorf eingebunden und war auch auf der Bürgerversammlung 2014, vertreten durch Herrn Dr. Thomas Rehahn aus Mühltal. Aktuell sind die weiteren wirtschaftlichen Aussichten bei juwi nicht so rosig und Mitte Oktober 2014 wurde die juwi durch die MVV AG in Mannheim mehrheitlich übernommen.

 


Bitte beachten Sie die Meldung der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger:

http://www.vzfk.de/watchlist/rwe-ag/index.html

Interessant ist in diesem Artikel zu lesen, dass gegen ein Vorstandsmitglied der juwi Anklage wegen Korruptionsvorwürfen eingereicht worden ist. Er soll den thüringischen Politiker Köckert bestochen haben. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Anfang März 2015 in Karlsruhe bestätigt, dass der Politiker Köckert mit dem Energie-Unternehmen juwi „korruptive Unrechtsvereinbarungen abgeschlossen“ habe. Der Schuldspruch des Landgerichts Meiningen wegen Vorteilsannahme in zwei Fällen ist damit ebenso rechtskräftig wie jener wegen Abgeordnetenbestechung in einem anderen Zusammenhang.

Nach dem BGH Richterspruch stellt sich nun auch die Frage, ob sich Juwi-Vorstand Matthias Willenbacher nun ebenfalls in einem Verfahren verantworten muss. Gegen ihn läuft zur zeit ebenfalls eine Klage der Staatsanwaltschaft Erfurt beim Landgericht Meiningen – wegen Vorteilsgewährung.

 

Dass die GGEW, als quasi kommunales Unternehmen (= Stadtwerke), sich mit einem Unternehmen wie juwi einlässt, die nachweislich korrupte Verträge abschließen, ist schon alles in Allem sehr bedenklich. Das Thema Compliance scheint hier wohl bei den Beteiligten keine allzu große Rolle zu spielen.

 

Dies bestätigen auch die folgenden Seiten des FINANCE Magazins aus dem FAZ Verlag:

http://www.finance-magazin.de/risiko-it/compliance/juwi-im-zwielicht-mehr-als-ein-unmoralisches-angebot/

Auszug:

„Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung in drei Fällen“ wirft die Behörde den beiden vor. Der namentlich nicht benannte Vorstand des Unternehmens aus Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) und der Politiker sollen demnach in der Zeit seit Mitte 2010 insgesamt drei Beraterverträge geschlossen haben. Der Inhalt: Der ehemalige Minister Köckert sollte in früheren offiziellen Funktionen – als ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Eisenach und Mitglied der regionalen Planungsversammlung für Windkrafträder – die Interessen des Projektentwicklers für Anlagen aus erneuerbaren Energiequellen vertreten, dafür kassierte der CDU-Politiker insgesamt mehr als 80.000 Euro."


Nach seinem Ausscheiden aus der Politik wurde Herr Köckert der neue Niederlassungsleiter der juwi in Erfurt.

 

http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&tpl=rhpMsg_thickbox.html&path=/rhp/welt/wirtschaft&id=91_12454739

 

Weitere Meldungen sind auch bei Transparency International zum Thema zu finden, auf der hier verlinkten Seite unter 08. Juli 2013; "Ex Minister Köckert angeklagt"

http://www.transparency.de/Aktuelle-Nachrichten.2331.0.html?&cHash=fcd74d12da9348eb2020e847ba3e8b11&tx_ttnews[month]=07&tx_ttnews[year]=2013

 

Bereits Anfang 2012 gab es eine Stellungnahme von juwi zu den Vorwürfen, nachzulesen u.a. im Windkraft-Journal unter der Überschrift JUWI – Ein offenes Wort zu den Vorwürfen in Thüringen.

Aktuellste Meldungen zu juwi

17. März 2015; Handelsblatt, "Schmiergeld von juwi"

16. Oktober 2014; Mannheimer Morgen, "Juwi Übernahme für MVV sinnvoll"

15. Oktober 2014; Mannheimer Morgen, "Windenergie: MVV übernimmt angeschlagene juwi"

15. Oktober 2014; Die WELT, "MVV will juwi übernehmen"

Der Mannheim lokale Energieversorger MVV will nun die angeschlagene juwi Gruppe übernehmen. So verlauten heute zahlreiche Pressemeldungen. Damit ist es mit der unabhängigkeit des Windkraft-Projektierers vermutlich vorbei. Es wird spekuliert, dass MVV nun ca. 50,1 %, also die Mehrheit, übernehmen will.

14. Oktober 2014; Allgemeine Zeitung, "MVV Energie AG schluckt juwi"

10. Oktober 2014; BILANZ, Extrem News; Handelsblatt, "Wind säen, nichts ernten"
BILANZ 10/2014
Zitat: "Die Juwi Gründer können fast davon ausgehen ihr Unternehmen zu verlieren.
In der Vergangenheit hatte juwi häufig auf dermaßen konventionelle Weise übertriebene Hoffnungen geweckt in Bezug auf Windstärken und die damit zu erwartende energieausbeute von windparks, dass auch denen die daran glaubten, ein Vorwurf nicht erspart bleibt. Projekte wurden regelmäßig schön-, Zahlen hochgerechnet."

Und so auch sicherlich in Roßdorf, wo Juwi der Projektierer ist.

http://www.presseportal.de/pm/80153/2850409/juwi-ag-muessen-die-gruender-aufgeben

25. Juli 2014; ANWALT.DE; "Krise beim Windparkbetreiber juwi"

Zitat: "Die Lage scheint mehr als ernst zu sein, konkrete Zahlen zum Geschäftsjahr 2013 lassen weiterhin auf sich warten. Nicht nur bei Kreditinstituten bestehen Verbindlichkeiten, sondern auch bei Kleinanlegern hat das Unternehmen Fremdkapital eingesammelt. Im Jahre 2011 hatte Juwi zwei Unternehmensanleihen (juwi Regio Energie I-Anleihe 2011/2016 und juwi Regio Energie I-Anleihe 2011/2020) emittiert, jeweils mit einem Volumen von 5 Millionen Euro. Diese seien nach Angeben des Unternehmens von der Restrukturierung jedoch nicht betroffen. Mit dem Nachrangdarlehen juwi Bauzins Deutschland I liehen im Jahre 2013 ungefähr 1800 Privatanleger neben einigen institutionellen Anlegern dem Unternehmen zur Finanzierung verschiedener Projekte weitere 30 Millionen Euro."

03. Juli 2014; Allgemeine Zeitung; "Wörrstadt: Banken drehen juwi den Geldhahn zu"

02. Juli 2014; Finance Magazin, "Krise bei juwi: Kahlschlag unter dem neuen CFO"

01. Juli 2014; Allgemeine Zeitung Rhein Main Presse, "Wörrstadt: juwi baut 400 Stellen ab"

27. Juni 2014; Handelsblatt, FOCUS ONLINE und die Allgemeine Zeitung berichten von der Krise beim Windkraftprojektierer juwi.
Mehr dazu in unserem Pressebereich.
Unabhängig voneinander berichten die Medien, dass der, auch für die Winkraftanlagen in Roßdorf zuständige, Projektierer juwi sich weiterhin in einer Krise befindet.

Nachdem der Konsortialkredit über 252 Mio. EUR durch die Deutsche Bank gekündigt wurde, weil juwi die Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2013 auf unbestimmte Zeit verschoben hatte und die beteiligten Banken wegen der rückläufigen Eigenkapitalquote von gerade mal nur noch 16,6 % bei 463 Mio. EUR Schulden und einem Gewinn von nur noch knapp 5 Mio. EUR, deshalb wohl "den Stecker" ziehen mußten. Seit April waren die Berater von Roland Berger im Unternehmen unterwegs. Am kommenden Montag präsentiert Roland Berger den beteiligten Banken den Abschlußbericht und am Dienstag findet dann die ausserordentliche Betriebsversammlung in Wörrstadt statt.

Dazu gehören sicherlich auch Verkäufe von Unternehmensteilen, wie aktuell heute auch der Verkauf eines im Bau befindlichen Windenergieparks in Frankreich an einen französischen Stromkonzern oder aber auch den vor kurzem bekanntgegeben Ausstieg aus einem Biogasprojekt in der Wetterau.
juwi begründet die geringeren Einnahmen mit den Kürzungen und Änderungen bei der Förderung der erneuerbaren Energien aus dem EEG Gesetz.

In Wahrheit ist man knapp bei Kasse !
In dem Zusammenhang wirkt es schon sehr befremdlich, wenn die Schuld an der Misere hier einzig und alleine bei der aktuell beschlossenen EEG Reform gesucht wird.

06. Juni 2014; BILANZ Magazin 06/2014; "Windige Geschäfte", Die fälschlicherweise gefeierte Juwi AG braucht dringend Geld. Die Geschäftsmethoden der Gründer sind Gegenstand von Untersuchungen, Anleger fürchten um ihr Geld. Ein neuer Fall Prokon? Nachzulesen im überregionalen Pressebereich.

23. April 2014; Pressemeldung des VzfK e.V. (Verbrauchzentrale für Kapitalanleger)
Verbraucherzentrale für Kapitalanleger warnt Deutsche Bank vor Windkraftengagements. Konsortialkredit an kontroversen Projektentwickler juwi AG wird skeptisch beurteilt.

"Insbesondere bittet man um eine kritische Prüfung des Kreditengagements bei der aufgrund eines Korruptionsskandales in Thüringen sowie umstrittener Windkraftprojekte insbesondere im Naturpark Hochtaunus in die Kritik geratenen Projektentwicklers juwi AG."
VzfK_Deutsche_Bank_PM_2014.03.30(2).pdf
PDF-Dokument [26.4 KB]

18. Mai 2014; Wetterauer Zeitung, "juwi baut Biogasanlage in Florstadt nicht"
Zitat: "»Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die damit einhergehenden nachteiligen Änderungen für die Biogasbranche machen einen wirtschaftlichen Betrieb der geplanten Anlage leider unmöglich«, heißt es in einer Pressemitteilung."

10. April 2014; juwi verschiebt Bilanzpressekonferenz auf unbestimmte Zeit.
http://www.ecoreporter.de/artikel/juwi-verschiebt-bilanz-konter-gegen-energiewende-kritiker-09-04-2014.html

16. März 2014; DIE WELT schreibt in der Ausgabe unter dem Titel
"Pioniere im Zwielicht" kritisch über die juwi.

http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article125844420/Pioniere-im-Zwielicht.html

18. Dezember 2013; Lampertheimer Zeitung, "Wie weit darf ein Türöffner gehen?"

http://www.lampertheimer-zeitung.de/wirtschaft/wirtschaft-regional/wie-weit-darf-ein-tueroeffner-gehen_13715669.htm

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