Fakten Gefahren

Brand

Brand in einer Windkraftanlage; Foto: © Polizeiinspektion Stade

Brandursachen sind:

  • Blitzeinschlag (durch die erhöhte exponierte Lage) in Gondel oder Rotorblätter
  • Funkenbildung durch Überbeanspruchung
  • mechanische Defekte (Getriebe, Hydraulik) Hydraulikschäden
  • elektrische Defekte

 

Beim Ausbruch eines Brandes in einer Windkraftanlage sind die Feuerwehren i.d.R. machtlos. Bei einem Brand im oberen Generator-Bereich im Turm gilt das "kontrollierte Abbrennen", sprich Sicherung. Denn in diese Höhen reichen keine Drehleitern und ein Einsatz dort wäre für die Feuerwehrleute auch viel zu gefährlich. In einem solchen Fall wird weiträumig um die WEA (ca. 500 m, bei starkem Wind noch weiter abgesperrt). Aktuelle Studien der Eliteuniversität Imperial College in England kommen zu dem Ergebnis, dass jeden Monat ca. 10 Windkraftanlagen in Brand geraten. Wissenschaftler Guillermo Rein vom Imperial College betont, dass die Brandrisiken vielfach heruntergespielt würden. So würde weltweit im Durchschnitt nur ein Windturbinenbrand im Monat veröffentlicht. Tatsächlich aber gäbe es den Untersuchungen der Universität zufolge im Mittel monatlich zehn Windturbinenfeuer.


Fazit:
Wenn die geplanten Windenergieanlagen auf dem Tannenkopf stehen, ist im näheren Umkreis kein ausreichendes Löschwasser vorhanden, bei großer Trockenheit besteht dann i. d. R. auch extreme Waldbrandgefahr. Es handelt sich am Tannenkopf größtenteils um Mischwald, aber auch um Kiefern. Ein kontrolliertes Abbrennen der Windkraftanlage ist im Wald ein etwas schwieriges Unterfangen und stellt ein nicht ganz zu vernachlässigendes Risiko dar.
VDS 3523, Windenergieanlagen (WEA), Leitfaden für den Brandschutz

Ein paar Beispiele:

Windrad bei Lahr brennt komplett ab - Feuerwehr machtlos


Millionenschaden bei Brand eines Windrads | NDR.de

06.02.2014 - Beim Brand einer Windkraftanlage in Hohen Pritz bei Sternberg ist ein Schaden von rund eineinhalb Millionen Euro entstanden.

Eiswurf

Foto: www.windland.ch

Darunter versteht man das auf den Rotorflächen im Winter gefrorene Eis oder Schnee, der dann beim Wiederanlaufen der Anlage herabgeschleudert wird oder im Stillstand von den Rotorblättern abfällt.

Dies können auch mal größere Eis- oder Schneebrocken sein.

Doch das Eis fällt nicht einfach gerade von oben herunter, sondern kann je nach Windrichtung und Höhe der Anlage auch hier bis zu 100 m entfernt erst auf dem Boden aufkommen.

 

Die größte Gefahr geht jedoch von den Windenergieanlagen aus, wenn diese wieder anfahren und sich noch Eis auf den Rotorblättern befindet. Solche Eis- und Schneebrocken können durchaus z.T. bis zu 500 m weit geschleudert werden, dabei werden enorme Kräfte frei.

Beim Aufschlag erreichen diese Brocken dann Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h, der Aufprall kann dann für ein Lebewesen tödlich sein.

Maßgeblich bestimmend für das Ausmaß sind die Höhe der Anlage, der Durchmesser der Rotorblätter, Nabenhöhe, Windgeschwindigkeit und die Eisform.

Wir wollen hier keine Panikmache betreiben, bis dato ist noch niemand im Winter verletzt worden. Sehrwohl wollen wir aber auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen.

 

Fazit:

Experten empfehlen folgende Abstände, die nach einer einfachen Formel errechnet werden:
(Rotordurchmesser + Nabenhöhe) x 1,5

D. h. im Falle Roßdorf:
exakt 388 m, also ca. 400 m rund um die Windenergieanlagen müsste im Winterhalbjahr abgesperrt werden.
Die Geburtstagsallee und Karl Roth Schneise wären in den Wintermonaten vermutlich unpassierbar.

Auf die Eisabwurfgefahr müssen Warnschilder hinweisen.

 

Quelle:

Hochschule Bremerhaven, Henry Seifert "Risikoabschätzung des Eisabwurfs von Windkraftanlagen", 2007

Neodym

Foto: Wikipedia

Die schmutzige Seite der Windkraft

Ein wichtiges Beispiel ist die Verwendung von seltenen Erdmetallen wie dem Neodym (Nd).

Neodym kommt nur in Verbindung mit anderen Mineralien vor. Hauptlieferant ist mit 97%-Weltmarktanteil China. Der Abbau verursacht erhebliche Umweltprobleme, da bei der Trennung des Neodyms vom geförderten Gestein, giftige Abfallprodukte entstehen. Außerdem wird radioaktives Uran und Thorium beim Abbauprozess freigesetzt. Diese Stoffe gelangen zumindest teilweise ins Grundwasser, kontaminieren so Fauna und Flora erheblich und werden für den Menschen als gesundheitsschädlich eingestuft. (Quelle: Wikipedia)

 

Zahlreiche Windkraftanlagen gehören zu den größten Verbrauchern dieses Elements, das sich besonders für die Herstellung starker Permanentmagnete eignet. Bis zu 2 t dieses Elements stecken in den Stromgeneratoren bestimmter Windenergieanlagen. Kosten: ca. 200.000,- EUR.

(Quelle: www.windland.ch)


In den GE 2.5-120 Windkraftanlagen ist laut Aussage von GGEW / juwi kein Neodym verbaut, da hier ein doppelt gespeister Asyncrongenerator eingebaut ist.


Kontakt

Nutzen Sie unser Kontaktformular.

Oder schreiben Sie uns eine

Email: info@ig-rossdorf.eu

WetterOnline
Das Wetter für
Roßdorf
mehr auf wetteronline.de