Fakten Ertrag für Roßdorf

 

Am 10. Mai 2014 wurde durch die GGEW bzw. deren Tochterfirma, die GGEW Ventusol GmbH, eine Windpark-Betreibergesellschaft für den geplanten Windpark in Roßdorf gegründet. Die GGEW WP Roßdorf GmbH & Co. KG, mit Sitz in Bensheim unter HRA 85217. Hierbei handelt es sich um eine Personengesellschaft.
Der persönlich haftende Gesellschafter ist die GGEW Ventusol GmbH (die GGEW Ventusol GmbH hat ein Stammkapital von 25.000,- EUR).

 

Lesen Sie auch dazu unsere aktualisierten Informationen zum nachrangigen Darlehen.

(c) IG Roßdorf

Was sind eigentlich die geschätzten Einnahmen in Roßdorf aus den beiden Windenergieanlagen?

 

Laut den diversen Presseveröffentlichungen erhält die Gemeinde Roßdorf lediglich Erträge aus der Verpachtung der Fläche an die GGEW oder die Betreibergesellschaft. Über die genaue Höhe sind keine Details bekannt.

 

Wie hoch ist die Pacht?

 

In der Regel kann man von jährlichen Pachterträgen von ca. 20 - 25.000,- € pro Jahr und pro Anlage ausgehen. In Summe pro Jahr bei 2 geplanten Anlagen ca. 50 - 60.000€. Auf der Gemeindevertretersitzung am 28.02.2014 wurde im Rahmen des Haushaltsplans von 100.000 € ausgegangen, was sich auf die ursprüngliche Planung von 4 Windenergieanlagen bezieht. Und ob die in der Branche übliche Pacht von ca. 20 - 25.000 € auch wirklich Bestand hat, kann mit Sicherheit keiner zur Zeit sagen. Es gibt aktuelle Fälle im Taunus und Saarland, wo juwi nun nach der EEG Novelle die Pachtzahlungen vor Inbetriebnahme neu verhandelt hat. (Siehe Media/Presse Regional 24.Oktober 2014)


Nehmen wir mal die von der Roßdörfer Energie-Gemeinschaft (REG) kommunizierten ca. 50.000,- € p.a. als Pachtertrag an, dann heißt das, dass bei ca. 12.195 Einwohnern gerade einmal ca. 0,34 € pro Einwohner im Monat als Einnahmen zu erwarten sind.

Demgegenüber stehen:

  • Investitionen der GGEW / juwi in Höhe von 15-18 Mio. €
  • eine unwiederbringliche Zerstörung der Natur & Umwelt
  • Gesundheitsschädigung und Belastung der Bevölkerung
  • deutlicher Wertverlust der Immobilien
  • u.U. langfristige geringere Grunderwerbssteuer und Grundsteuereinkünfte
  • geringere Jagdpachterträge
  • Risiko bei Insolvenz, Rückbau

Sicher kann man die kleine Zahl von 50.000 € p.a. an Pachteinnahmen auch auf 20 Jahre hochrechnen.

Bei einem geplanten Haushalts-Defizit  von ca. 1,6 Mio. € in 2014 sind diese Pachterträge gerade einmal 3,125 %,
bei einer Verschuldung von knapp  5 Mio. € (Planzahlen Ende 2014) sind dies nur 1% und
auf die geplanten Gesamteinnahmen Roßdorfs von ca. 21,9 Mio. € bezogen, sind dies lediglich 0,23% der Einnahmen.

 

Wer eine solche Einnahme künstlich für einen unrealistischen Zeitraum von 20 Jahren hochrechnet, verschließt die Augen vor den ökonomischen Realitäten und der Gesamtbelastung der Gesellschaft.

Mit der Subventionierung von Windparkbetreibern kann und wird kein einziger Haushalt saniert werden können. Dies zeigen zahlreiche andere negative Beispiele aus anderen Regionen in Hessen.


Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Anlagen, sollten sie jemals genehmigt und gebaut werden, keine 20 Jahre in Betrieb sein werden, da sie innerhalb kürzester Zeit nach Auslauf der zugesagten EEG-Umlagen unrentabel sein werden.

 

Wir denken sehr wohl an das Gemeinwesen, deshalb engagieren wir uns für den Erhalt des Landschaftsbildes.
Wald ist Ruhezone und kein Industriegebiet. Er dient der Erholung sowie der Entspannung und ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

 

Für 50.000,- € p. a. „verkauft“ man quasi die letzte Ruhe- und Erholungszone vor unserer Haustür.

Was geschieht im Falle einer Insolvenz des Windparkbetreibers mit den Windrädern und vor allem mit dem dann ggfls. anstehenden Rückbau. Hier entstehen Kosten von enormem Ausmaß die dann i. d. R. vom Grundstücks- Eigentümer (Vertragsbestimmungen beachten) zu leisten ist, in unserem Fall von der Gemeinde Roßdorf.
 

Hier sollte mindestens eine sogenannte "Selbstschuldnerische Bürgschaft mit Einredeverzicht" vom Betreiber verlangt werden. Zu einer noch besseren Risikominimierung des Grundstückeigentümers wird empfohlen diese Bürgschaft mit einer Nachbürgschaft von einem solventen Bürgen (z.B. namhafte Bank) zu versehen.
Alle anderen Arten von Bürgschaften lassen "Einreden zu" die dann ggfls. zum Teil oder ganz zum Ausfall der Bürgschaft führen können.
Der Grundstückseigentümer ist dann für den Rückbau (mit allen dann anfallenden Kosten) selbst zuständig. 
 

Was dazu im Detail in den Pachtverträgen der Gemeinde Roßdorf mit dem Betreiber GGEW geregelt ist, ist uns nicht bekannt.

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